Wenn die Musik einsetzt und die ersten Takte des Marsches durch die Halle schallen, zählt nur noch eines: die Leidenschaft für den Sport. Was früher als streng reglementierte Disziplin galt, öffnet sich zunehmend für die Vielfalt.
Die Karnevalistische Tanzsportgemeinschaft Braunschweig (KTG) beweist, dass „getanzte Inklusion“ weit mehr ist als nur ein wohlklingendes Schlagwort – es ist gelebte Realität auf dem Parkett.
Mehr als nur ein Gleichschritt
Karnevalistischer Tanzsport wird oft mit eiserner Disziplin assoziiert. Doch wir brechen mit dem Klischee, dass Perfektion identische körperliche Voraussetzungen erfordert. Inklusion bedeutet bei der KTG, das Training so offen zu gestalten, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich gemeinsam auf der Bühne stehen.
In unseren Trainingsgruppen wird individuell auf die Fähigkeiten jedes Einzelnen eingegangen, ohne den sportlichen Ehrgeiz aufzugeben. „Jeder Jeck ist anders“ – dieses Motto wird bei uns zur inklusiven Leitlinie: Die Bühne gehört allen, die den Rhythmus fühlen.
Sichtbarkeit und Gemeinschaft
Ob beim Training oder beim Schoduvel, dem größten Karnevalsumzug Norddeutschlands: Wir senden ein klares Signal gegen Ausgrenzung. Sport verbindet Menschen über alle körperlichen oder geistigen Grenzen hinweg. Dieser Einsatz stärkt das Selbstbewusstsein und schafft ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit. Es ist ein Tanz für die Gemeinschaft, der zeigt: Wenn der Rhythmus stimmt, verlieren Unterschiede ihre Bedeutung.
